Was tun!?

Was tun?!
Hier findet Ihr einige Themenfelder, um aktiv zu werden. Hilfreiche Hinweise, wie Ihr dabei konkret vorgehen könnt, sind außerdem auch hier nachzulesen.

Nationalsozialistischer Hetze entgegentreten!
Wenn Hetze und Propaganda nicht etwas entgegen gesetzt wird, kann sie ihre Wirkung entfalten, kann die rechte Szene ungehindert agieren, verändert sich das Klima in der Stadt oder im Dorf. Bezieht Position gegen Rechts! Werdet selbst aktiv! Entfernt Nazi-Graffiti und -Aufkleber. Taucht bei Aufmärschen oder NPD-Ständen auf. Macht deutlich: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Hintergründe rechter Ideologie aufzeigen!
Rechte Einstellungen sind kein Randphänomen von isolierten Neonazis abseits der Öffentlichkeit. Sie finden sich in der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Rassistische, antisemitische, autoritaristische und nationalistische Positionen sind auch an Stammtischen und bei alternativen Konzerten zu hören, sind auch in Zeitungen und in Gesetzen zu lesen, werden auch von einigen konservativen und linken PolitikerInnen vertreten. Manchmal muss diesen Positionen anders begegnet werden als beispielsweise einem NPD-Funktionär – aber sie sind Teil des Problems. Hier ein Link der die Problematik näher beleuchtet:
Rechte Einstellungen aus der Mitte der Gesellschaft

Antifaschismus bleibt kreativ und unabhängig!
Wer gegen Nazis aktiv wird, gilt manchmal selbst als Störenfried: Etablierte PolitikerInnen, die Polizei oder auch nur die Nachbarn von nebenan dulden kein selbstständiges Engagement, wollen die Zustände in ihrem Ort lieber verschweigen oder verharmlosen. Rechte Angriffe werden dann zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Jugendlichen erklärt. Kritisieren AntifaschistInnen die herrschende Politik und die Ursachen rechter Ideologie, werden sie sogar zu “Extremisten” erklärt und mit Neonazis gleichgesetzt – um damit ihre Meinung und Politik stigmatisieren und kriminalisieren, Unterstützung und Fördergelder streichen zu können. Bleiben wir aktiv gegen solche Versuche, antifaschistischem Engagement einen Maulkorb überzuziehen, und treten gemeinsam und in Bündnissen weiter unabhängig auf, ohne uns von Bundesregierung, Lokalpolitik oder Polizei gängeln zu lassen.
Mehr Infos: Initiative gegen jeden Extremismus-Begriff

Betroffene rechter Gewalt und Diskriminierung unterstützen!
Tag für Tag werden Menschen in Mecklenburg-Vorpommern aus rechten Motiven beleidigt und ausgegrenzt. Oft kommt es zu gewalttätigen Angriffen gegen Menschen, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Aber auch “Normalbürger”, Firmen oder Behörden diskriminieren Leute wegen ihrer Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage. Derartige Angriffe und Diskriminierungen haben fatale Effekte – sie verletzen, schüchtern ein, verdrängen. Schaut nicht weg! Greift ein! Macht Übergriffe öffentlich! Solidarisiert euch mit den Betroffenen und unterstützt sie! Mehr zu diesem Thema unter folgenden Links:
OpferberatungSolidarisches MiteinanderHinsehen & Eingreifen

Gemeinsam gegen Nazis und für eine gerechte Gesellschaft!
Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt fast überall Einzelpersonen, Gruppen und verschiedene Projekte in der Jugend- und Kulturarbeit, die sich gegen Rechts engagieren. Beteiligt euch an ihren Protesten und Projekten. Dabei geht es oftmals um mehr als nur Nazis. In Gruppen und Vereinen, Clubs oder Bands werden unabhängig, kreativ und selbstbestimmt eigene Formen des Zusammenlebens und des gesellschaftlichen Engagements ausprobiert. Stärkt ihnen den Rücken und unterstützt diese öffentlich und praktisch bei ihren Vorhaben. Macht nicht bei der Auseinandersetzung mit Neonazis Halt, sondern fragt nach den gesellschaftlichen Gründen rechter Einstellung, sozialer Ungleichheit und politischer Ausgrenzung. Widerstand gegen Nazis und Ausbeutung, Repression und Verwertungslogik geht nur solidarisch über künstliche Grenzen von Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht hinweg.
Sich organisierenalternative Projekte in MV

Über die rechte Szene informieren!
“Bei uns gibt es sowas nicht!” – “Wir haben kein Problem mit unseren Jungs!” – “Die kommen von außerhalb!” Oft leugnen, ignorieren oder verharmlosen PolitikerInnen, Medien oder Behörden die Situation. Eine Recherche über die örtliche rechte Szene und die Erfahrungsberichte von Betroffenen ergeben meist ein anderes Bild. Mit der Veröffentlichung dieser Informationen kann niemand mehr sagen: “Das hab ich nicht gewußt!” Außerdem könnt ihr damit lokale VerantwortungsträgerInnen zum Handeln zwingen. Der rechten Szene erschwert ihr damit das Auftreten in der Öffentlichkeit und ihre Propaganda vom rechten “Biedermann”:
Infos zur rechten Szene in MVRechercheArchiv&Veranstaltungen